Verdampfer als Keimschleuder in der Lebensmittelproduktion
Lösungen: 3min Lesezeit.

In nahezu jeder Lebensmittelproduktion hängen und stehen sie überall: Luftkühler und Verdampfer. Sie sorgen für stabile, niedrige Temperaturen – und werden damit zum unverzichtbaren Baustein der Produktsicherheit.
Was vielen Betrieben jedoch nicht bewusst ist: Genau diese Verdampfer können sich zu echten Keimschleudern entwickeln. Kondensat, Biofilme und Luftströmungen machen sie zu idealen Hotspots für Listerien, Schimmel und andere Mikroorganismen, die sich über die Luft im Raum verteilen und direkt auf Ihre Produkte gelangen können.
Warum Verdampfer so schnell zu Keimschleudern werden?
Verdampfer arbeiten dort, wo es kalt, feucht und manchmal auch „produktnah“ zugeht – ein perfekter Nährboden für Keime. Typische Faktoren:
- Kondensatbildung
Feuchte Luft schlägt sich an den kalten Lamellen nieder. Das Kondenswasser sammelt sich, läuft über Lamellen und Tropfschalen – und bildet einen idealen Film für mikrobielles Wachstum. - Biofilm auf den Lamellen
Staub, Aerosole, Produktreste und Mikroorganismen lagern sich über die Zeit an den Lamellen an. Daraus entsteht ein Biofilm, der sich wie ein Schleier über den Verdampfer legt und Keime dauerhaft bindet – und sie gleichzeitig schützt. - Niedrige Temperaturen
Kälte verlangsamt Keime – aber sie stoppt sie nicht. Viele Mikroorganismen, z. B. Listerien, fühlen sich sogar bei Kühlraumtemperaturen wohl und können sich dort langsam vermehren. - Luftströmung als „Transportmittel“
Die Ventilatoren der Luftkühler ziehen Raumluft inkl. Partikeln, Schimmelsporen und Bakterien an. Bestandteile des Biofilms können sich lösen und werden mit der Luft wieder in den Raum und auf Oberflächen, Verpackungen und Produkte verteilt.
Das Ergebnis
Ein System, das eigentlich für Produktsicherheit sorgen soll, wird – unbemerkt – zum Verteiler von Keimen, Schimmel und Bakterien im gesamten Produktions- oder Lagerraum.
Konkrete Risiken für die Lebensmittelproduktion
Unkontrolliert belastete Verdampfer bringen gleich mehrere Risiken mit sich:
- Kreuzkontamination von empfindlichen Produkten
- Mikrobieller Verderb: erhöhte Gesamtkeimzahl, Schimmelbefall, Hefen
- Verkürzte Mindesthaltbarkeit (MHD)
- Produktbeanstandungen und Rückrufe
- Hygienische Auffälligkeiten bei Audits (IFS/BRC/HACCP)
Insbesondere Listerien in Kühlbereichen sind ein bekanntes Problem: Sie können sich im Kondensat und Biofilm der Verdampfer ansiedeln und über die Luft an die Produkte gelangen.
Natürlich werden Verdampfer regelmäßig gereinigt – oft mit Schaum- und Sprühdesinfektion. Trotzdem bleibt das Problem häufig bestehen:
- Lamellenpakete sind schwer zugänglich, viele Bereiche werden mechanisch kaum erreicht.
- Biofilme können nach der Reinigung schnell wieder anwachsen, wenn die Bedingungen gleich bleiben.
- Jede Intensivreinigung bedeutet Stillstandszeiten, Aufwand, Chemikalieneinsatz und Wasserverbrauch.
- Zwischen den Reinigungszyklen bleibt Raum für mikrobielles Wachstum – genau in dieser Zeit laufen Verdampfer aber im Dauerbetrieb.
Was fehlt, ist eine kontinuierliche, automatisierte Entkeimung direkt an der Quelle.
Die Lösung: UVC direkt im Verdampfer oder an den Lamellen
Hier setzen UVC-Module wie z.B. TRS oder IRMCOMPACT an. Sie werden in oder vor den Verdampferanlagen installiert und bestrahlen die Verdampferlamellen sowie den Luftstrom mit gezielter UVC-Strahlung.
UVC-Licht mit einer Wellenlänge von ca. 253,7 nm dringt in Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Schimmelpilze ein und schädigt deren DNA bzw. RNA. Die Keime können sich nicht mehr vermehren und werden zuverlässig inaktiviert – ganz ohne Chemikalien und ohne Rückstände.
Wirkung der Verdampfer Desinfektion
Durch die Integration der IRMCOMPACT oder TRS Modulen:
- wird die mikrobielle Belastung auf den Lamellen deutlich reduziert,
- wird die Bildung von Biofilmen am Verdampfer gezielt verhindert,
- sinkt die Keimzahl in der Luft, da luftgetragene Mikroorganismen im Bereich des Verdampfers inaktiviert werden,
- wird die Keimverschleppung in Raum und auf Produkte massiv reduziert.
Damit transformieren Sie den Verdampfer vom Risiko zum aktiven Hygienebestandteil Ihres Gesamtkonzepts.
Vorteile für die Lebensmittelindustrie durch den Einsatz von UVC an Verdampfern zur Desinfektion
Die IRMCOMPACT und TRS UVC-Module wurden speziell für den Einsatz an und in Verdampfern und Luftkühlern in der Lebensmittelbranche entwickelt.
Hygienische Vorteile
- Kontinuierliche Reduktion von Keimen, Schimmel und Bakterien im Verdampferbereich
- Deutliche Verbesserung der Luft- und Oberflächenhygiene in Produktions- und Lagerräumen
- Minimierung von Kreuzkontaminationen auf unverpackte Produkte
- Beitrag zu längeren Mindesthaltbarkeiten durch geringeren mikrobiellen Eintrag
Technische & praktische Vorteile
- Einfache Nachrüstung in bestehende Verdampferanlagen möglich
- Module sind vollständig wasserdicht (IP67) und für die feuchte, kalte Umgebung ausgelegt
- LampSafe-Splitterschutz sorgt dafür, dass im Schadensfall keine Glasfragmente in den Hygienebereich gelangen
- Werkzeugloser Lampenwechsel reduziert Servicezeiten
- Spezielle UVC-Lampen mit integriertem Reflektor sorgen für hohe Effizienz der Bestrahlung bei niedrigen Umgebungstemperaturen.
Wirtschaftliche Vorteile
- Weniger Produktausfälle und Reklamationen
- Potenzielle Verlängerung der Reinigungsintervalle am Verdampfer
- Reduzierter Einsatz von Chemikalien und Wasser
Unterstützt die Einhaltung von IFS-, BRC- und HACCP-Anforderungen – und damit Ihre Audit-Sicherheit
Vom Schwachpunkt zum Hygienestandard – Ihr nächster Schritt
Verdampfer werden in Hygienekonzepten oft übersehen – obwohl sie maßgeblich dazu beitragen, ob Luft und Oberflächen im Raum sauber bleiben oder zur Keimschleuder werden.
Mit der Integration von UVC-Modulen an den Lamellen oder in Luftkühlern holen Sie die Keimquelle direkt an der Wurzel ab – kontinuierlich, chemiefrei und perfekt integrierbar in Ihr bestehendes Hygienemanagement.
Möchten Sie wissen, welche Verdampfer in Ihrer Produktion das größte Risiko darstellen – und wie UVC dort integriert werden kann?
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